sich bilden

Kinaesthetics Seminarkalender
 Grundkurs Kinaesthetics in der Pflege 
Veranstaltungsort Leitung Daten NR.  
LaRete GmbH
Nordring 20
8854 Siebnen
Ruth Knobel
Bettina Eschmann
11.04.2018 - 12.04.2018
24.05.2018
04.07.2018
G0118
Stiftung Vivala
Mühlebachstrasse 1
8570 Weinfelden
Reinhard Heusel
31.01.2018 - 01.02.2018
26.04.2018 - 27.04.2018
G0218
 

Der Grundkurs

Der Kinaesthetics-Grundkurs ist der erste Basiskurs im Kinaesthetics-Bildungssystem. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegung anhand der 6 Kinaesthetics-Konzepte.

Dadurch können die TeilnehmerInnen in ihrem Berufsalltag erste Anpassungen machen, die sich positiv auf die Gesundheitsentwicklung von ihnen und ihren KlientInnen/BewohnerInnen auswirken.
 

Zielgruppe

Der Grundkurs Kinaesthetics in der Pflege richtet sich an Pflegende, BetreuerInnen und TherapeutInnen, die in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens tätig sind.
 

Ziele

Die TeilnehmerInnen
• erfahren und kennen die 6 Kinaesthetics-Konzepte und bringen diese mit ihren alltäglichen Aktivitäten in Verbindung.
• erfahren und verstehen den Zusammenhang zwischen der Qualität ihrer eigenen Bewegung und der Gesundheitsentwicklung aller Beteiligten.
• lenken während der täglichen Pflege und Betreuung mit Hilfe einzelner Konzeptblickwinkel ihre Aufmerksamkeit bewusst auf die eigene Bewegung.
• entwickeln erste Ideen für ihre beruflichen Pflege- und Betreuungssituationen, um die Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen zu unterstützen und für sich selbst körperliche Entlastung zu finden.
 

Inhalte

• Beziehung über Berührung und Bewegung
Konzept Interaktion
• Die Kontrolle des Gewichtes in der Schwerkraft
Konzept Funktionale Anatomie
• Das Pontenzial von Bewegungsmustern
Konzept Menschliche Bewegung
• Selbstständigkeit und Wirksamkeit unterstützen
Konzept Anstrengung
• Alltägliche Aktivitäten verstehen 
Konzept Menschliche Funktion
• Die Umgebung nutzen und gestalten
Konzept Umgebung
 

Methodik

• Einzelerfahrung
Lenken der Aufmerksamkeit auf Unterschiede in der eigenen Bewegung anhand der Konzept-Blickwinkel.
• Partnererfahrung
Wahrnehmen von Unterschieden in der eigenen Bewegung während der Interaktion mit einem anderen Menschen.
• Anwendungserfahrung
Bearbeiten von persönlichen Fragestellungen aus dem Berufsalltag.
• Planen und Umsetzen des eigenverantwortlichen Lernprozesses im Berufsalltag.
• Dokumentieren und Auswerten des eigenen Lernsprozesses
 

Kosten

4 Schulungstage: CHF 650.00
(inkl. Kursunterlagen und Entwicklungsgebühr von CHF 50.00)
 

Formelles

Nach erfolgreichem Abschluss des Grundkurses erhalten die TeilnehmerInnen von Kinaesthetics Schweiz das Grundkurs-Zertifikat. Dieses ist die Voraussetzung für die Teilnahme an einem Aufbaukurs Kinaesthetics in der Pflege.

 


Kinaesthetics in der Pflege

Dieses Programm thematisiert die Entwicklung der Bewegungskompetenz im Rahmen eines beruflichen Pflege- oder Betreuungsauftrages gegenüber anderen Menschen. Es kommt in der Altenpflege, im Krankenhaus, in der professionellen häuslichen Pflege, in der Rehabilitation oder im Behindertenbereich zur Anwendung.
Menschen erfahren sich dann als krank oder behindert, wenn sie die Bewegungen, die ihren alltäglichen Aktivitäten zugrunde liegen, nicht mehr selber ausführen können. Eine Kernaufgabe von Pflegenden besteht darin, KlientInnen in alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen. Es ist eine grosse Herausforderung, diese Arbeit so zu gestalten, dass die Gesundheitsentwicklung aller Beteiligten dabei gefördert wird. Kinaesthetics geht davon aus, dass die Unterstützung pflegebedürftiger Menschen bei Aktivitäten wie Aufsitzen, Essen, Aufstehen dann hilfreich ist, wenn diese ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und erweitern können. Dadurch entfalten sie mehr Eigenaktivität und werden schneller mobil. Sie fühlen sich nicht wie ein Gegenstand, der wegen eines " Defektes" behandelt wird, sondern erfahren sich selbst als wirksam in Bezug auf ihren Gesundheitsprozess.
In Kinaesthetics in der Pflege lernen die TeilnehmerInnen, pflegebedürftige Menschen nicht wie eine Sache zu manipulieren, sondern sie durch ihre Bewegungskompetenz in ihrer eigenen Bewegung lern- und gesundheitsfördernd zu unterstützen. Gleichzeitig lernen sie, ihre eigenen arbeitsbedingten gesundheitlichen Risiken zu verringern.